Bierheimat Österreich

Heimisches Bier aus heimischen Rohstoffen. Dieser Grundsatz führt in der österreichischen Bevölkerung seit Jahren das Selbstverständnis hiesiger Bierkultur an. Die in der Brauzunft zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels ziehen allerdings Handlungsbedarf nach sich, um die Güte des hiesigen Bieres dort zu halten, wo sie ist und auch hingehört – ganz oben.

Hitzewellen und Trockenperioden stören das empfindliche Gleichgewicht der Ernten von Sommer- und Wintergerste, welches sich über die Jahrhunderte eingependelte und Österreichs Bier seinen einzigartigen Charakter verleiht. Höhere Temperaturen steigern den Proteingehalt der Gerste, was sich negativ auf die Qualität des Malzes auswirkt, der ausschlaggebenden Zutat für Aroma, Farbe und Kraft des Bieres.

Die Tatsache, dass 2019 bereits das dritte Jahr in Folge war, in dem die Ausbeute der Sommergerstenernte nicht den heimischen Malzbedarf in angemessener Qualität decken konnte, spricht auch für eine sukzessive Hinwendung zur Wintergerste. Aktuell deckt Wintergerste bis zu einem Drittel den jährlichen Malzbedarf der Brauereien in der Alpenrepublik ab, da sie heutzutage in Sachen Qualität der Sommergerste in nichts nachsteht. Die Sommergerste wird der österreichischen Bieridentität aber weiterhin als fester Bestandteil erhalten bleiben. Um sich an die neuen klimatischen Bedingungen anzupassen, wurde bereits mit dem Herbstanbau der Sommergerste experimentiert und das mit sehr zufrieden stellenden Ergebnissen. 

Für die Zukunft der österreichischen Gerste ist aber vor allem die enge Zusammenarbeit mit der heimischen Landwirtschaft erforderlich. Die langjährig gepflegten Kooperationen werden sogar weiter ausgebaut, ebenso wie die Qualitätsgrenzen der Gerste – damit den Landwirten auch jene Teile der Ernte die nicht dem Optimum entsprechen, zum vollen Preis abgenommen werden und die Rohstoffe auch zukünftig aus einer starken und gesunden Landwirtschaft stammen.

Eine durchgeführte Studie zeugt ebenfalls davon, dass für die überwiegende Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher die Verwendung von regionalen Zutaten beim Bierbrauen ein wichtiges Anliegen ist.

Informelle Grafik
Informelle Grafik

Eines steht fest: Österreichs beliebtestes Getränk wird auch in kommenden Jahren sein althergebrachtes Erbe weiterführen, denn die Brau Union Österreich wird alles daran setzen, ihren Beitrag zu leisten, um den Bierliebhaberinnen und Bierliebhabern den Charakter der österreichischen Braukultur zu erhalten.

Ältere Beiträge

Genuss ohne Promille – Alkoholfreies Bier bricht den Fastenvorsatz nicht

03.03.2020

Tausende Menschen schwören sich in Österreich Jahr für Jahr, von Aschermittwoch bis Ostern bestimmten, liebgewonnenen Versuchungen zu entsagen. Die jährliche Fastenzeit dient vielen als Willensprüfung, als Gelegenheit, einen gesünderen Lebenswandel anzustreben. Sehr beliebt ist dabei der Fastenvorsatz, auf Alkohol zu verzichten. Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, sich auch dem Biergenuss zu entziehen.

» zum Blog

Bekenntnis zur Nachhaltigkeit – Von Auszeichnungen und gelebter Praxis

28.02.2020

Für Engagement und Aktivität in Sachen nachhaltiges, ökologisch wertvolles wirtschaften ausgezeichnet zu werden ist das eine, diese Preise und Awards auch weiterhin mit Leben zu füllen, das andere. Die Brau Union Österreich ist 2020 bereits zum dritten Mal in Folge stolze Preisträgerin des GREEN BRAND Austria Siegels – Und setzt ihren Weg der umweltschonenden Produktion unbeirrt fort.

» zum Blog

Die Mischung machts aus

24.02.2020

Bier erlebt ein großes Comeback. In manchen Lebensbereichen war das flüssige Gold immer vertreten. In anderen Situationen wiederum spürte man die Abwesenheit des Bieres deutlich, wie z. B. an der Cocktailbar beim Durchschmökern der Karte. Außer dem klassischen Radler war bis dato selten ein Biercocktail zu finden. Dies ändert sich aber rasant. Dank experimentierfreudiger Barkeeper, die ständig auf der Suche nach neuen Geschmacksexplosionen sind, erfährt die Bierkultur ein neues Hoch.

» zum Blog